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Videoüberwachung in Verl

In einer Fertigungshalle scheitern Kameras selten an der Technik und oft an der Umgebung: Staub, Vibration, wechselndes Licht über drei Schichten und ein Netz, in dem Maschinen laufen, die niemand stören darf.

Staub, Späne und Vibration

In der Holz- und Möbelverarbeitung legt sich Feinstaub innerhalb von Wochen als Schleier auf die Frontscheibe, und ab dann liefert auch eine teure Kamera weiches Bild. Wir setzen deshalb auf Gehäuse mit glatter Front statt strukturierter Kuppel, planen Positionen außerhalb der direkten Absaugrichtung und legen eine Reinigung in den Wartungsplan. An Hallenstützen und Kranbahnen kommt Vibration dazu: Dort montieren wir auf entkoppelten Konsolen, weil ein dauerhaft zitterndes Bild jede Bewegungserkennung unbrauchbar macht.

Drei Schichten, drei Lichtsituationen

Eine Halle, die tagsüber über Lichtbänder und Oberlichter hell ist, sieht um drei Uhr nachts völlig anders aus. Wir messen deshalb in allen Schichten und nicht nur einmal am Nachmittag. Häufig ist das Ergebnis, dass nicht mehr Kameras nötig sind, sondern zwei zusätzliche Leuchten an einer Stelle, die niemand auf dem Zettel hatte. Das ist der günstigere Weg zum brauchbaren Nachtbild.

Kameras gehören nicht ins Maschinennetz

Videostreams erzeugen dauerhaft Last. In einem Netz, in dem Steuerungen und Bedienpanels hängen, ist das ein Risiko, das niemand eingehen muss. Wir legen die Anlage in ein eigenes VLAN mit eigenem Switch und eigener Stromversorgung, der Zugriff von außen läuft ausschließlich über VPN, und die Rekorder stehen ohne direkte Internetverbindung. Das ist auch der Grund, warum wir Kameras mit fest eingebauter Herstellercloud in Produktionsumgebungen nicht anbieten.

Montage
Entkoppelte Konsolen an Stützen und Kranbahnen
Lichtmessung
In allen Schichten, nicht nur tagsüber
Netz
Eigenes VLAN, Fernzugriff nur über VPN

Häufige Fragen

Dürfen wir Arbeitsplätze in der Fertigung filmen?

Eine dauerhafte Überwachung einzelner Arbeitsplätze ist praktisch nicht durchsetzbar und mitbestimmungspflichtig. Zulässig ist in der Regel die Sicherung von Zugängen, Toren und Wertbereichen. Wir planen Blickfelder entsprechend und legen sie dem Betriebsrat als Zeichnung vor.

Stört die Anlage unser bestehendes Netzwerk?

Nicht, wenn sie getrennt aufgebaut ist. Wir bringen eigene Switche mit und dokumentieren, welche Ports und welche Bandbreite die Anlage belegt.

Können wir später Kameras ergänzen?

Ja, wenn die Verkabelung und der Rekorder von Anfang an Reserve haben. Wir planen standardmäßig Reserveports und zusätzliche Leerrohre ein und weisen die Mehrkosten dafür getrennt aus.